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Heilen durch die Verbindung mit der Natur - Der Jahreskreis

  • Autorenbild: Lucy
    Lucy
  • 19. Dez. 2025
  • 5 Min. Lesezeit


Inhalt:




Die Natur durchläuft jedes Jahr einen immerwährenden Kreislauf, der das Leben an sich symbolisiert und eng mit unserem Leben verbunden ist. Unsere Vorfahren wussten das und feierten jede Station des Jahreskreises mit einem Fest. Der Jahreskreis und seine Feste sind auch heute noch eine Einladung, um innezuhalten und uns auf unsere Wurzeln und unsere Verbundenheit mit der Natur, die uns umgibt und ernährt zu besinnen. Sie sind außerdem eine Gelegenheit, uns mit uns selbst zu beschäftigen und zu reflektieren wo wir gerade im Leben stehen und was das mit der momentanen Jahreiszeit und ihrem Thema zu tun hat.


Die wichtigsten Feste im Jahreskreis


Yule & die Raunächte – Die Wintersonnenwende

Zwischen dem 20 und dem 23.12 feiert man Yule, die Wintersonnenwende. Wir feiern die Wiedergeburt der Sonne, es geht bei diesem Fest um Geburt und Neubeginn. Es ist das Fest von Ende und Anfang, die perfekte Zeit, um Altes loszulassen und neue Ziele und Vorsätze zu fassen, die wir dann mit der Wiederkehrenden Energie und der nächsten Wachstumsphase verwirklichen können. Die Zeit von Yule bis zum 06. Januar nennt man auch die Raunächte und sie stehen im Zeichen der Einkehr, Ruhe und Besinnung und dienen dazu bei sich selbst anzukommen und sich auf das neue Jahr einzustimmen.


Ostara – Das Frühlingsfest

Zwischen dem 20 und dem 23. März feiert man Ostara, man feiert den Frühling. Der Frühling ist die Zeit des Neubeginns und Wachstums. Die Pflanzen und Bäume erwachen und bilden neue Blätter und Blüten aus. Die Tage sind bereits spürbar länger und werden noch länger, heller und wärmer werden. Das Licht und die Wärme treibt uns nach draußen und gibt uns Energie. Es ist die perfekte Zeit für neue Projekte, neue Menschen, neue Liebe. Nicht umsonst spricht man bei frisch Verliebten auch von den „ Frühlingsgefühlen“. Es ist ein Fest der Freude und der Möglichkeiten, voller Energie und Vorfreude auf den Frühling und Sommer.

 

Beltaine – Das Fruchtbarkeitsfest

Am 30.04 feiert man Beltaine, das Fruchtbarkeitsfest. Beltaine ist das wohl bekannteste heidnische Fest, auch bekannt unter dem Namen Walpurgisnacht. Es ist die Zeit der Fruchtbarkeit und Vermehrung. Symbolisch steht Sie in unserem Leben für Liebe, Leidenschaft und Sexualität, als Akt der Vereinigung aus dem neuen Leben entsteht. Dies ist die perfekte Zeit für Feste, um das Leben zu feiern und auch eine gute Zeit für Hochzeiten.


Litha – Die Sommersonnenwende

Zwischen dem 20.06 und dem 23.06 ist Litha, der länge Tag des Jahres. Zu diesem Zeitpunkt ist die Sonne und auch die Energie am stärksten, gleichzeitig leitet Litha auch den zweiten Teil des Jahres und die langsam dunkel werden deren Tag ein. Diese Zeit ist ideal, um die Energie und das Licht noch einmal in sich aufzunehmen und für die kommende Zeit zu speichern. Es gilt noch einmal Sonne zu tanken und ihr Licht im Herzen mitzunehmen.


Mabon – Das Erntedankfest

Zwischen dem 20 und dem 23.September ist Mabon, das Erntedankfest. Nun gilt es Dankbar zu sein für die reiche Ernte und Fülle, die uns von der Natur geschenkt wurde. Es ist ein guter Zeitpunkt, um die Früchte harter Arbeit zu ernten, aber auch um sich bewusst zu machen, was man in diesem Jahr alles gesät und geerntet hat und sich in Dankbarkeit zu üben.


Samhain – Das Fest des Todes & der Ahnen

Am 31. Oktober ist das Samhain, das Herbstfest. Der Herbst steht in der Natur für Alter und Tod. Die Bäume werfen ihre Blätter ab, die Pflanzen und Tiere suchen Schutz für den bevorstehenden Winter. Samhain gilt von jeher als die Nacht, in der die Grenze zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten am Dünsten ist. Man geht davon aus das in dieser Nacht Geister und Verstorbene die Welt der Lebenden betreten können. Auch die heutigen Feste dieses Tages beruhen auf dieser Überzeugung. So schnitzt man an Halloween Kürbisfratzen und verkleidet sich, um die Geister zu erschrecken und sich unter sie zu mischen. Man entzündet Lichter, um die Dunkelheit zu vertreiben oder feiert z.b in Mexiko und Spanien den „ Dia des los Muertos“ den Tag der Toten, an dem man auf die Friedhöfe geht um gemeinsam mit den geliebten Verstorbenen zu feiern. Im Heidnischen feiern wir an diesem Tag unsere Vorfahren, die Ahnen und ersuchen um ihre Weisheit und Begleitung. Und wir zeigen dem Tod unseren Respekt und erkennen ihn an, als wichtigen Teil des Zyklus aus Leben und Tod und als ein Teil des Göttlichen. Diese Jahreszeit eignet sich dazu loszulassen und sich auf seine Vorfahren, Familie und seine Sterblichkeit zu besinnen, denn auch die Dunkelheit hat ihre Zeit und selbst wenn jemand stirbt, so bleibt er ewig durch seine Nachfahren und in den Herzen derer die noch Leben.


Wie man die Jahreskreisfeste feiert


Grundsätzlich kann man die Jahreskreisfeste allein für sich, oder in einer Gruppe feiern. Traditionell werden die Feste in einer Gemeinschaft mit einem Ritual und einem gemeinsamen Essen und Beisammensein gefeiert. Der Jahreskreisfest geht auch die keltische heidnische Religion zurück und ist auch im Neuheidentum von zentraler Bedeutung. Unter Ritualen versteht man daher eine symbolische Handlung, die dazu dient Kontakt mit dem Göttlichen aufzunehmen. Die konkreten Inhalte eines solchen Rituals sind jedoch bis heute keineswegs unbekannt. Es handelt sich dabei vor allem um Räuchern, Meditation, Selbstreflektion, Tanz und Gesang. Aber auch Dankbarkeit und Achtsamkeit gehören dazu. Unter anderem auch deshalb haben Rituale und das Feiern des Jahreskreises eine heilende und wohltuende Wirkung auf die Psyche.

Grundsätzlich ist die genaue Gestaltung des Rituals und der Feier frei, wenn du dich dafür jedoch interessierst und gerne Beispiele hättest, dann findet du hier mehr dazu:





Warum man den Jahreskreis feiern sollte


Wie bereits erwähnt symbolisiert der Jahreskreis den Zyklus des Lebens an sich. Er ist eine Einladung bewusst auf unser Leben zu schauen, und unsere Verbindung zur Natur und zu allen anderen Lebewesen wahrzunehmen. Die Geschenke die er uns zu bieten hat, sind vielfältig und können z.b: Verbundenheit, Sinn, Stabilität, Hoffnung, Achtsamkeit, oder Freude an den Wundern der Natur beinhalten. Am Ende entscheidet jeder selbst, ob er diese Einladung annehmen und ihren Wert für sich finden, oder sie ignorieren möchte. Doch die Einladung ist immer da.

Ich persönlich glaube daran, dass wir Menschen wie jedes Lebewesen Geschöpfe der Natur sind und daher nur davon profitieren können, wenn wir uns dieser Wurzeln bewusstwerden und erkennen, welche Schätze die Natur für uns bereithält. Entfremden wir uns von der Natur, dann entfremden wir uns auch von uns selbst.

Außerdem brauchen wir gerade jetzt mehr den je, das Bewusstsein für die Kostbarkeit der Natur und müssen wieder lernen einen wertschätzenden Umgang mit ihr zu Entwickeln. Im Heidentum wird Mutter Erde als Göttin und Mutter allen Lebens verehrt und die Natur gilt als heilig. Ich glaube, wenn wir alle ein bisschen mehr so denken würden, würde uns das dabei helfen, wieder im Einklang mit der Natur zu leben, anstatt ihr und damit uns selbst zu schaden.

Der Jahreskreis ist ein guter Start, dafür.


In diesem Sinne wünsche ich euch ein gesegnetes Yule


Eure Lucy



 
 
 

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